Gedenkgottesdienste zum 150. Todestag von Bischof Nikolaus von Weis

Sucht das Reich Gottes – Wartet auf den Herrn

Die Gottesdienste am 13. 12.2019 waren eine Ermutigung, sich auf das Kommen Gottes in unserem Leben und am Ende aller Zeiten vorzubereiten. Die Freude über die Verheißung des kommenden Reiches Gottes prägte den ganzen Tag und waren eine Herausforderung daran mitzuwirken.

Bischof Nikolaus von Weis war ein Vorbild eines adventlichen Menschen. „Sucht zuerst das Reich Gottes“ von diesem Wort Jesu war er wohl in all seinem Tun geleitet. Was er dabei bewirkt hat in den großen Herausforderungen seiner Zeit (Aufbau des Bistums, Soziale Nöte der Menschen, Bildungsnotstand), konnte ihm nur im Vertrauen auf die Verheißung Jesu, dass mit ihm das Reich Gottes hier und heute angebrochen ist, gelingen.

Bischof Dr. Karl Heinz Wiesemann stellte in seiner Predigt Bischof Weis als einen zu tiefst adventlichen Menschen dar.
Als ein Mensch:
– der aus der Hoffnung lebt, die er in seinem Glauben begründet sieht
– der schon im Hier und Jetzt den Anbruch des Reiches Gottes wahrnimmt
– der obwohl alles anders aussieht, die Vision des Reiches Gottes vor Augen hat
– der seine ganze Kraft für diese Vision einsetzt
Außer seinem Todestag im Advent sei dies ein Grund, seiner in einem adventlichen Gottesdienst zu gedenken.

Texte und Lieder der Eucharistiefeier waren geprägt von dem Vertrauen in das Kommen des Reiches Gottes und die Bitte um den Beistand des Hl. Geistes für alle, die heute in den verschiedenen Aufgaben und Dienste der Kirche von Speyer bemüht sind um die Verwirklichung des Reiches Gottes.

Das Abendlob stand unter dem Thema „Wenn Gott uns heimbringt, das wird ein Fest sein“. Unsere Ordensgemeinschaft mit ihrer Geschichte und Nöten wurde unter diese Vision gestellt.

Mutterhauskapelle im Advent
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Shadow

In alles, was dein Leben verdunkelt

In alles hinein
was dein Leben verdunkelt
wünsche ich dir
ein Licht
das Licht des Advents
das Licht der Weihnacht
das uns erinnert:
Gott stimmt nicht zu
wenn das Dunkel
das letzte Wort behält

Immer aufs Neue
spricht er uns zu
es werde Licht
in dir
um dich her
für dich
durch dich

Text und Bild: Katja Süß, Lehrerin an einem Koblenzer Gymnasium und Mitglied der Dominikusgruppe Speyer, einer dem Institut St. Dominikus angegliederten dominikanischen Laiengemeinschaft

Schwester M. Judica Claren OP

 „..Die Kirche feiert jedes Jahr Advent,
und in der heutigen Zeit ist es wieder Advent...
Advent der Angst und der Hoffnungslosigkeit.
Da sollen Sie jetzt Adventsbotinnen werden
im Glauben, in der Hoffnung und in der Liebe,
Sendbotinnen des Herrn, der unser aller Hoffnung ist
und der allein uns Heil, Frieden und Freude bringen kann..."
(aus der Ansprache von Bischof Dr. Wendel am 09.12.1951, Feier der 1. Profess von Sr. M. Judica)

Am Nachmittag des 25. September 2019
rief Gott im Konvent in Speyer/Holzstraße
unsere liebe

Schwester M. Judica Claren OP

im 90. Jahre ihres Lebens
im 68. Jahre ihrer hl. Profess
zu sich heim

Für die Schwestern des Instituts St. Dominikus Speyer:

Sr. M. Gisela Bastian OP Generalpriorin

Die Angehörigen

Speyer, Landstuhl, den 26. September 2019


Erntedankfest des Netzwerkes Kultur und Demenz

Am 2. Oktober hatte das Netzwerk „Kultur und Demenz“ zu einem Projekt zum Erntedankfest in das Mutterhaus des Instituts eingeladen. Von den verschiedenen Einrichtungen in Speyer wurden die Gäste mit ihren Betreuerinnen gebracht.

Zum Empfang war im Gästespeisesaal eine herbstlich dekorierte Tafel gerichtet. Nach der Begrüßung durch Frau Urban gab es für jede Teilnehmerin und jeden Teilnehmer Apfelsaft und Apfelkompott mit Vanillesoße. Nach dem Verkosten leitete Frau Urban ein Gespräch über die Erfahrungen der Gäste mit Ernte und bearbeiten der Früchte. Erinnerungen an frühere Zeiten wurden wach. Auch die Erinnerung an Notzeiten im und nach dem Krieg.

Nach diesem Gespräch ging die Gruppe in die Mutterhaus Kapelle, dort hatte Schwester Teresa Ludwig mit Biblischen  Erzählfiguren den Sonnengesang des hl. Franziskus dargestellt.

Bruder Feuer Franziskus
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Die einzelnen Figuren bot Schwester Theresa den Gästen auch zum Anfassen an. Sie freuten sich über das zarte Fell der Schäfchen und staunten über die orginelle Gestaltung der Figuren, die damit verbundene Arbeit, die liebevollen Gestaltung der Einzelheiten. Die Schweinchen und Ziegen erinnerten sie daran, wie diese Tiere zu Hause gehalten wurden und wie wichtig sie für die Ernährung der Familie waren. Als die Einzelheiten der Darstellung betrachtet und befühlt worden waren, erinnerte Frau Urban an Franziskus, seinen liebevollen Umgang mit der Schöpfung und erinnerte an sein Lob der Schöpfung, den Sonnengesang. Bei Einigen kam die Erinnerung an Wallfahrten nach Waghäusel, Begegnungen mit Ordensleuten, die in ihrer Familie wichtig waren.

Schwester Theresa hatte eine CD mit dem Sonnengesang mitgebracht, die wir uns anhörten.

Zum Schluss sangen alle zusammen das Lied „Erfreue dich Himmel, erfreue dich Erde …“

Von der Kapelle ging es dann wieder in den Speisesaal, dort waren Materialien zum Basteln von herbstlicher Tischdekoration gerichtet.