Regionaler Ordenstag 28. 09. 19

Am 28.09.19 fand im Priesterseminar Speyer der Regionale Ordenstag statt.

Die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der Orden, Schwester Judith Velten und Weihbischof Otto Georgens hatten zu dieser Veranstaltung die Ordensleute der Diözese eingeladen. Als Referentin hatten sie Schwester Johanna Domek OSB aus Köln mit dem Thema „Die Annahme der Wirklichkeit – vom geistlichen Weg im Alter“ gewonnen.

Im ersten Teil ging sie besonders auf die Wirklichkeit der Orden hierzulande ein. Im zweiten und dritten Teil nahm sie den Weg der Einzelnen im persönlichen Altern in den Blick.

Zu Beginn stellte sie die Entwicklung der Ordensgemeinschaften in Deutschland dar. Die großen Werke der Orden gehen hierzulande zu Ende.

In dieser Veränderung sieht sie keine Panne, sondern eine Herausforderung die drei Bereiche betreffen.

  • Die Verabschiedung von den großen Werken, die generationenlang meist segensreich das Erscheinungsbild der Orden prägten, mit den auch nötigen strukturellen Änderungen im internen wie externen Bereich.
  • Die Sorge für die und mit den altgewordenen Mitgliedern der Gemeinschaften.
  • Die Befreiung zu neuen Weisen, das Zeugnis für das Evangelium von Gottes Liebe und der Erlösung durch Jesus Christus in der Welt von heute und unter den Menschen von heute zu leben und zu gestalten.

Neben der Annahme der Wirklichkeit braucht es gläubigen Mut sich auf Neues einzulassen.

Schwester Johanna sagt: „Nicht bloß dass wir sterben und Formen des Lebens aufgeben, sondern wie wir das tun, ist ein entscheidender Punkt im Leben eines Christen.“

Orientierung ist Christus, der sein Leben ans Leben verschenkt hat und dem Leben dienen wollte. Die Berufung, unsere Sendung zeigt sich in der Haltung des Sichverschenkens in allen Lebensformen und –umständen. Auch wenn uns das nicht optimal gelingt, so ist das maßgeblich für jeden Ordens-menschen.

Es geht auch um die Bereitschaft unaufhörlich dazu zu lernen. Wir wachsen bis in den Tod.

Mit Weihbischof Otto Georgens feierten wir die Eucharistie.

Den Ordenstag schlossen wir mit einer Vesper ab.

Schwestern der verschiedenen Gemeinschaften hatten sich zu der Tagung eingefunden.
Weihbischof Otto Georgens zeigt das Geschenk für Schwester Johann Domek OSB.
Weihbischof Otto Georgens und Schwester Judith überreichen Schwester Johanna eine Seite aus demgoldenen Evangeliars des Speyrer Doms.

Martinssegen

Möge Martins Tatkraft
sich in deinem Handeln spiegeln

Möge Martins Güte
dein Herz erfüllen

Möge Martins Blick
für das Wesentliche
dir Orientierung geben

Und möge Gottes Liebe
dich stets umgeben
wie ein schützender Mantel

Text und Bild: Katja Süß, Lehrerin an einem Koblenzer Gymnasium und Mitglied der Dominikusgruppe Speyer, einer dem Institut St. Dominikus angegliederten dominikanischen Laiengemeinschaft

Goldener Oktober

Wir reden vom „goldenen Oktober“
und meinen damit die Farbenpracht der Natur
in Blättern, Bäumen und Wäldern

Wir sprechen vom „Herbst des Lebens“
und denken an Kräfte, die nachlassen
manche Wehwehchen
an das Langsamerwerden
und an den Tod

Düstere Tage machen uns „trüb-sinnig“
lasten schwer auf uns
Nebel verhängt Licht und Sicht

All das ist eine Frage der Perspektive:
sehe ich den Nebel als Hindernis
oder als Wunder?

Sind fallende Blätter mir ein Zeichen
fürs Sterben
oder für einen Übergang
dem Neuen entgegen?

Begreife ich mein Leben
als Last oder Lust
als Herausforderung oder als Chance
als Aufgabe oder Geschenk?

Ich wünsche mir den Blick in die Weite
aus dem kleinkarierten Alltagsgrau heraus
hin zum Horizont der Möglichkeiten
die das Leben mir und uns bietet
im goldenen Oktober und in jeder anderen Jahreszeit
vor allem heute und hier…

Text und Foto: Annette Schulze (Klinikseelsorge BG Unfallklinik Ludwigshafen)

kürzer werden unsere Tage

Ihr Schwalben,
seid ihr schon fort?

Ihr reist
dem Sommer nach.

badet auch weiter
eure Flügel
im Licht der Sonne

Unsere Schritte
gehen
dem Herbst entgegen

kürzer werden
unsere Tage

Möge
unsere Seele
sich dennoch
immer aufs Neue
emporschwingen
im Jubel
über
das Geschenk des Lebens

Text und Druck: Katja Süß, Lehrerin an einem Koblenzer Gymnasium und Mitglied der Dominikusgruppe Speyer, einer dem Institut St. Dominikus angegliederten dominikanischen Laiengemeinschaft

Professjubiläum Mai 2019

70-, 65-, 60- und 40-jähriges Professjubiläum

Am 19. Mai 2019 feierten 18 Schwestern im Kreise ihrer Mitschwestern ihr Professjubiläum im Mutterhaus in Speyer. Um 9 Uhr fand das Festhochamt als Dankamt mit Weihbischof Otto Georgens und Pater Alfons Werhle CSSp statt.

„Feiern will ich dich, Herr, aus ganzem Herzen“, mit diesem Kehrvers wurde der Gottesdienst eröffnet. Weihbischof Otto Georgens sagte bei der Begrüßung. „Wir sind zusammen gekommen, um Gott zu danken für das Geschenk der Berufung und für 70, 65, 60, 40 Jahre Ordensleben der Schwestern, Dankbarkeit ist das Gedächtnis des Herzens. In Gemeinschaft wird dieser Dank vervielfältigt, potensiert und intensiviert.“

Das Tagesevangelium (Joh 13,31-33a, 34-35;) hebt hervor, worauf es in der Nachfolge Jesu ankommt. „Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr einander liebt.“ Liebe ist ein Geschenk zur Weitergabe , erklärt der Weihbischof in seiner Predigt. Weil die Menschen von Gott geliebt seien, könnten sie die Liebe weitergeben. „Wer die Liebe für sich behalten will, verfehlt seine Berufung“, bekräftigt der Weihbischof. Die Weitergabe der Liebe ist die zentrale Aufgabe eines jeden Ordenslebens. Er dankte den Schwestern für ihren Einsatz, und ihr Zeugnis gelebter Liebe.

Nach dem festlichen Amt dankte Generalpriorin Schwester M. Gisela Bastian dem Weihbischof für seine klaren Worte und den Schwestern dankt sie für deren Einsatz in der Gemeinschaft, gleich in welchem Arbeitsfeld und ob sie in der Heimat oder in Ghana tätig war.

Nachdem alle Anwesenden die Möglichkeit hatten, den Jubilarinnen zu gratulieren, wurde das Fest intern mit festlichem Mahl fortgesetzt. Den Abschluss bildete die feierliche Vesper.

Professjubilaen Mai 2019
previous arrow
next arrow

Schwester Teresa Ludwig OP hat die Aussage des Evangeliums, „Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr einander liebt.“ mit den Biblischen Erzählfiguren in der Mutterhauskapelle dargestellt.

NachfolgeJesu
previous arrow
next arrow