Professjubiläen am 22. August 2021

Am 22. August 2021 feierten 24 Schwestern des Instituts St. Dominikus Speyer ihr 70-jähriges, 65-jähriges, 60-jähriges und 50-jähriges Professjubiläum im Kreise der Mitschwestern.

Das Festhochamt fand um 9:30 Uhr statt. Zelebrant war Pater Johannes Zabel, Prior des Dominikanerkonventes von Worms. Für die musikalische Gestaltung sorgte der Schwesternchor und Schwester Sebastiane an der Orgel.

Leider konnten wegen der Pandemie keine Gäste am Gottesdienst teilnehmen.

In seiner Festpredigt nahm Pater Johannes Bezug auf das Evangelium (Joh. 15,1-8) die Bildrede vom Weinstock. Wir feiern, so sagte er, dass aus der Liebe Gottes zu den Schwestern und ihrer Liebe zu Gott ein Weg über so viele Jahre geworden ist.

Jesus will Leben in Fülle, das gibt es nur in der Gemeinschaft mit ihm und untereinander. So wie die Verbundenheit von Weinstock und Reben die Voraussetzung für reiche Frucht ist.

Bei der Gratulationsrunde dankte Generalpriorin Schwester Gisela Bastian den Schwestern für ihren vielfältigen Einsatz, ob in der Diözese Speyer oder auch in Afrika/ Ghana.

Selbstverständlich gehört zu diesem Fest auch ein festliches Mittagessen und eine Kaffeetafel.

Mit der feierlichen Vesper fand das Fest seinen Abschluss.

Folgende Schwestern feierten Jubiläum:

70-jähriges Jubiläum

Sr. M. Bernardine Burkhart

Sr. M. Gudrun Stern

Sr. M. Ortrud Gutfreund

Sr. M.Salutaris Bechtold

65-jähriges Jubiläum

Sr. M. Berthilde Spiegel

Sr. M. Fidelia Nießner

Sr. M. Lautica Metzger

Sr. M. Hiltrudis Jochim

Sr. M. Leodegard Vogel

Sr. M. Mechthild Fricke

Sr. M. Vigilata Gardinger

Sr. M. Willibalda Dotterweich

60-jähriges Jubiläum

Sr. M. Fabia Nowack

Sr. M. Edgitha Gorges

Sr. M. Annette Britz

Sr. M Engelgard Settelmeyer

Sr. M. Gabriele Kuhn

Sr. Lucia Jöckle

Sr. M. Mechtildis Königsstein

Sr. M. Renate Betsch

Sr. M. Wiltrud Vogel

50-jähriges Jubiläum

Sr. M. Elisabeth Schloß

Sr. M. Judith Nermerich

Sr. Maria Stefan Flucke

20210822_092837 – Kopie
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800. Todestag unseres Ordensgründers Dominikus

Am 6. August gedachten wir Schwestern des Instituts St. Dominikus des Todestages unseres Ordensgründers Dominikus.

Der Tag war durch besondere Gestaltung der Gebetszeiten und Gespräche geprägt. Thema war die Gestaltung unseres Gemeinschaftslebens jetzt und in Zukunft. Welchen Herausforderungen müssen und wollen wir uns stellen?

Schwester Theresa Ludwig hat mit Erzählfiguren wesentliche Lebensstationen des hl. Dominikus dargestellt.

Gesamtbild
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Schwester M. Solamen Ott OP

  
 
 
         Ich habe gesprochen: „O Herr!
Mein Anteil ist's, auf deine Worte zu achten."
Ich eilte und säumte nicht: Deine Gebote will ich beachten.
Psalm 119,57.6

Am Abend des 31. Juli 2021
rief Gott im Mutterhaus in Speyer
unsere liebe

Schwester M. Solamen Ott OP

im 89. Jahre ihres Lebens
im 67. Jahre ihrer hl. Profess
zu sich heim

Für die Schwestern des Instituts St. Dominikus Speyer:

Sr. M. Gisela Bastian OP Generalpriorin

Die Angehörigen

Speyer, Steinfeld, den 2. August 2021


sonnenstrahlen

ganz gewöhnliche sonnenstrahlen
lassen mich hinschauen
aufmerksam werden
für das, was ist


in regnerischen, trüben wochen
sehnen wir uns nach einem sonnenstrahl
aber an heißen sommertagen
wünschen wir uns
ein paar schützende wolken


sonnenstrahlen erinnern mich daran
dass ich alles
was mir widerfährt
aus verschiedenen perspektiven betrachten kann


auch in unserem inneren
gibt es dunkle zeiten
in denen wir das licht erwarten
erhoffen
erbitten
dann wieder erleben wir
helle tage
die uns mit leichtigkeit und glück beschenken


an den zeiten von schatten und licht
können wir nichts ändern
nicht außen noch innen
aber wir müssen
und wir können mit ihnen umgehen
das licht annehmen
wo es unseren weg erleuchtet
und den schatten
wenn er auf uns fällt


alles, was ist
kann ich von der einen und der anderen seite sehen
klagen, dass die schöne zeit vorbei ist
oder mich freuen, dass ich sie erleben durfte


ein ganz gewöhnlicher sonnenstrahl
lässt mich einen weg unter dem blätterdach erkennen
über einen regenbogen staunen
oder mit neuen augen
das gesicht eines menschen entdecken


nur ein sonnenstrahl
und doch auch ein wunder


Ich wünsche uns, dass wir in den kommenden Sommerwochen manche Sonnenstrahlen erleben und genießen können – und einen neuen Blick auf unser Leben…

Text: Annette Schulze Pastoralreferentin, Klinikseelsorgerin,   Geistliche Mentorin
Bild: 18634_dsc_0275_by_jutta_brahm_pfarrbriefservice-e1624629845266.jpg

Pfingsten

Ein Fest, mit dem viele Menschen nicht viel mehr anfangen können, als dass es ihnen zu einem freien Tag verhilft. Aber PFINGSTEN ist vielleicht das schönste Fest im christlichen Jahreskreis… An Pfingsten feiern wir das Leben. Sicher tun wir das auch an Weihnachten mit dem Blick auf die Menschwerdung und an Ostern, natürlich, mit dem Wunder der Auferstehung. Aber an Pfingsten geht es um die Kraft, die dahinter steckt, oder darunter, oder mittendrin in allem, was wir erleben. Die Kraft, die so geheimnisvoll ist, dass wir sie als Geist beschreiben und als Gott, als Feuerzungen, als Wind, weil sie nicht greifbar und absolut unerklärlich ist. Und zugleich ist sie da in allen Dingen, spürbar im Wind, der um uns weht, hörbar im Blätterrauschen, sichtbar in all den Farben, mit denen die Natur zu neuem Leben erwacht.


Von Tag zu Tag verändern sich die Knospen, die Blüten, die Blätter an Bäumen und Sträuchern. Das ist nicht nur Grün, das ist eine Explosion von Grüntönen, die mit Worten kaum zu beschreiben ist. Kleine Blüten mitten im Wald, winzige leuchtend- grüne Spitzen an den Nadelbäumen, Gräser, wo gestern noch nichts war – das alles ist greifbar und sichtbar und umgibt uns – wie die Luft, mit der die Geistkraft auch oft verglichen wird. Weil wir ohne sie nicht sein können, weil wir uns in ihr bewegen und in ihr sind.


Wenn schon die Bäume im Wald und die Blumen auf dem Balkon von dieser Lebenskraft erzählen können, wie muss es sich anhören und anfühlen, wenn wir uns erfüllen lassen von Leben und Geist – wenn wir beginnen, diese Kraft ein- und auszuatmen, wenn wir brennen für das Leben, wenn wir die Kraft des Geistes wirken lassen in unserem Leben… Wohin könnte uns das führen?


Ich bin mir sicher: zum Leben, zu immer mehr Leben… in seiner Fülle, seinen Farben, seiner Schönheit und Kraft. Ich wünsche uns, dass wir es zulassen können, dieses Leben, und dass wir immer mehr „lebendig“ werden- an Pfingsten und an jedem anderen Tag!

Text und Bilder : Annette Schulze Pastoralreferentin, Klinikseelsorgerin,   Geistliche Mentorin