HOPE – das heißt „Hoffnung“…

Seit Jahren schon steht die kleine Figur auf meinem Schreibtisch. In der Hand hält sie einen Luftballon mit dem Wort „Hoffnung“. Und sie fällt immer wieder mal um, wenn ich gegen den Tisch stoße. Ich finde es ganz passend: mit der Hoffnung ist das so eine Sache. Sie ist ein zartes Pflänzchen, das gehegt und gepflegt werden will.

In diesem Zusammenhang kam mir das Lied vom kleinen Senfkorn Hoffnung in den Sinn, das in Gottesdiensten schon so oft gesungen worden ist. Es ist nichts Großes – nur ein winziges Samenkorn, kaum zu sehen, und doch gehen wir unter ohne die Hoffnung. Gerade in diesen Zeiten, in denen Angst und Absonderung so viel Bedeutung bekommen haben, ist die Hoffnung entscheidend, dass das Leben weitergeht.

Nicht erst irgendwann, wenn die Krise vorbei ist, sondern schon jetzt, gerade jetzt. Weil wir jetzt leben und atmen, uns freuen und trauern und uns sorgen. Und weil wir hoffen – jeden Tag, dass dieser Tag ein guter, ein gelungener wird. Dass diese Krise ein gutes Ende nehmen wird, dass irgendwie doch alles gut wird. Und wenn wir auch sonst zur Zeit noch nicht viel miteinander tun können: Hoffen können wir gemeinsam!!!

Text und Bild: Annette Schulze Pastoralreferentin, Klinikseelsorgerin,   Geistliche Mentorin

                                                  

Segen auf Pfingsten hin

Möge die Geistkraft dich berühren
so, wie du es jetzt brauchst
als sanfter Atem
als belebender Wind
als aufrüttelnder Sturm
damit das Leben
in dir
und durch dich
zum Leben kommt.

Text und Bild: Katja Süß, Lehrerin an einem Koblenzer Gymnasium und Mitglied der Dominikusgruppe Speyer, einer dem Institut St. Dominikus angegliederten dominikanischen Laiengemeinschaft

Sr. M. Enhildis Reisinger OP

„Meine Hoffnung und meine Freude,

meine Stärke, mein Licht;

Christus, meine Zuversicht,

auf dich vertrau ich und fürcht mich nicht."

Taizé-Gesang nach Jes 12

In der Frühe des 22. April 2020
rief Gott im St. Marienkrankenhaus in Ludwigshafen
unsere liebe

Schwester M. Enhildis Reisinger OP

im 86. Jahre ihres Lebens
im 62. Jahre ihrer hl. Profess
zu sich heim

Für die Schwestern des Instituts St. Dominikus Speyer:

Sr. M. Gisela Bastian OP Generalpriorin

Die Angehörigen

Speyer, Ludwigshafen, den 24. April 2020


Sr. M. Margarita Lust OP

„Fürchte dich nicht.... Ich helfe dir..."
Vgl. Jes 41,10

Am Abend des 16. April 2020
rief Gott im St. Marienkrankenhaus in Ludwigshafen
unsere liebe

Schwester M. Margarita Lust OP

im 88. Jahre ihres Lebens
im 59. Jahre ihrer hl. Profess
zu sich heim

Für die Schwestern des Instituts St. Dominikus Speyer:

Sr. M. Gisela Bastian OP Generalpriorin

Die Angehörigen

Speyer, Ludwigshafen, Gaggenau-Sulzbach, den 20. April 2020


du bist da

du, gott, bist da
uns zu geleiten
durch die dunkelheit
uns in der verzweiflung zu stärken
unsere leere zu füllen

du, gott, bist da
legst in unsere ohnmacht
die größe deiner kraft
legst in unsere trauer
den mut zu einem neuen anfang
legst in unseren tod
die weite deines lebens

du, gott, bist da
segnest unser sorgen und fragen
unser lachen und weinen
unseren anfang und unser ende
damit wir mit deinem segen
(wieder) zum leben finden

so segne uns, gott
und lass uns ein segen sein

Text : Annette Schulze (Klinikseelsorge BG Unfallklinik Ludwigshafen)
Bild: 541602_original_R_by_Karl
Dichtler_pixelio.de