Ein wunderbares Geschenk zum 100. Geburtstag eine Rikschafahrt


Am Samstag 23. Mai wurde Schwester Renata in Begleitung von Schwester Gertrud durch die Stadt zum Dom und an den Rhein gefahren.

Die Stadt Speyer bietet für Seniorinnen/Senioren und Menschen, die nicht mehr aus eigener Kraft in die Pedale treten können mit dem Rikscha-Projekt der Gemeindeschwester Alexandra Mally eine Fahrt durch die Stadt.


Danke für diese tolle Möglichkeit.

Bild: Schwester Simone Hüther OP

Am 16. Mai 2026 feiert Schwester M. Renata Johann ihren 100. Geburtstag

SuSamstag dem 16. Mai 2026 feiert Schwester M. Renata Johann OP im Institut St. Dominikus ihren 100. Gebursttag.btitle for This

Am 16. Mai 2026 feiert unsere Mitschwester M. Renata Johann ihren 100. Geburtstag. Staunenswert ist ihr wacher Geist, ihre Lebendigkeit. Ein Gespräch mit ihr ist immer interessant, gleich ob es um Erlebnisse und Einschätzungen der Vergangenheit geht oder aktuelle Situationen.

Die Erinnerung an ihre Kinderzeit ist geprägt von der schwierigen Situation der Familie zur Hitlerzeit. Ihre Familie mit 6 Kindern (sie die 2. Jüngste) wohnte in Dahn in der Schule, wo der Vater ab 1930 als Hausmeister tätig war.

Da er nicht in der Partei war, erfuhr er viele Repressalien, es drohte sogar die Einweisung des Vaters ins KZ in Dachau. Diese schwierige Situation, auch finanzielle Nöte belastete ihre Jugend. Sie erlebte, wie die Familie zusammenstand, um diese Herausforderungen zu bewältigen. Ab der 3. Klasse machte sie schon mit ihrem Bruder in den Ferien den Großputz in der Schule. Ohne Klage erzählt sie, dass sie nie Zeit für eine Freundin hatte, weil sie zur Mithilfe in der Familie gebraucht wurde. Sie lernte in ihrer Familie, sich den Gegebenheiten zu stellen, und sie gemeinsam zu bewältigen.  Ein starker Glaube prägte ihre Familie. Der Vater war 70 Jahre Kirchendiener. Ihr Leben war von Kind auf durch einen lebendigen Glauben an Gott geprägt. 1946 trat sie nach 6 Jahren Arbeit im Krankenhaus in Dahn in unser Institut St. Dominikus (damals Arme Schulschwestern) ein.

Heute noch sind Einkleidung und Profess für sie eine ganz tiefe kostbare Erfahrung.

Nach der Ausbildung zur Krankenschwester im St. Marienkrankenhaus in Ludwigshafen wurde sie 1952 nach Reipoltskirchen versetzt, wo sie bis 2011 die Kranken pflegte und Sterbende begleitete. Dort erlebte sie eine große Freude. Die Augen strahlten bei ihrem Bericht. Zu ihrem 25. Dienstjubiläum überraschte die Gemeinde sie mit einem Gutschein für einen Urlaub in Israel. Ein ganz besonderes Erlebnis für sie.

Die wertvollen Erfahrungen ihrer Kindheit, nicht zu klagen, sondern im Vertrauen auf Gott und gemeinsam die Schwierigkeiten anzugehen, ließen sie mutig ihr Leben gestalten.

Eine kostbare Gabe, ihr Humor wird an einer von ihr berichteten Begebenheit deutlich. Bei ihrem Einsatz in Reipoltskirchen äußerte eine protestantische Familie Bedenken, ob Schwester M. Renata auch zu ihren, den protestantischen Kranken kommen würde. Daraufhin fragte sie, sind sie krank oder protestantisch?

Heute noch ist Schwester M. Renata an ihren Mitmenschen, an dem Geschehen in unserer Welt interessiert. Sie denkt an alle Festtage ihrer Mitschwestern und macht Krankenbesuche und Sterbebegleitung im Haus.

In oben stehendem Text ist sind die Streiflichter aus dem Gespräch mit Schwester M. Renata zusammengefasst. Es ist keine umfassende Würdigung der Person von Schwester M. Renata Johann.

Ihr Geburtstagsfest am Samstag 16. Mai 2026 werden wir mit einer Messe beginnen.

Text u. Bild: Sr. Annemarie Kirsch OP

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über das Kreuz hinaus

Eine Erfahrung aus der Karwoche begleitet mich durch die Osterzeit:
In einer Gruppe gestalten wir eigene Osterkerzen. Das junge Mädchen mir gegenüber ist ganz bei der Sache und hat genaue Vorstellungen, wie ihr Motiv aussehen soll. Konzentriert platziert sie die goldenen Zahlen und Buchstaben auf dem braunen Kreuz.
Auf einmal ertönt ein fast verzweifeltes Stöhnen: „Das passt nicht! Ich bekomme ‚Ostern‘ nicht auf das Kreuz“ Tatsächlich ist der Längsbalken zu kurz für den Schriftzug

Nach einem Moment Stille schauen wir uns an und es ist, als ob uns wie den Emmausjüngern die  Augen aufgehen:
Genau so ist Ostern.
Es geht über das Kreuz hinaus.
Nicht nur damals.
Auch heute.

Mögest du entdecken
wie Ostern heute
über deine
durchkreuzten Vorstellungen
hinausführt
und die Farben des Lebens
neu zum Leuchten bringt.

Bild: Annette Schulze
Text, und Segen Katja Süß, Lehrerin an einem Koblenzer Gymnasium und Mitglied der Dominikusgruppe Speyer, der dem Institut St. Dominikus angegliederten dominikanischen Laiengemeinschaft

Segen wahrnehmen

Gott
segnet dich
in der Schönheit

der  Knospe
die du wahrnimmst

des jungen Blattes
das grünt

der Blüte
die sich
öffnet

Text, Bilder und Collage:  Katja Süß, Lehrerin an einem Koblenzer Gymnasium und Mitglied der Dominikusgruppe Speyer, der dem Institut St. Dominikus angegliederten dominikanischen Laiengemeinschaft.

segen für einen neuen frühling

gott segne
deinen aufbruch
in einen neuen frühling

und alles
was auf- bricht
in dir

gott segne
deine schritte
in vertrautes
und ganz neues land

und alles
was dir begegnet
auf deinem weg

gott segne
dein fragen
            suchen
                        und sehnen
dein denken
            fühlen
                        und handeln
dein vertrauen

und alles
was sich dir schenkt
wenn du es
lässt

gott segne deinen weg
in einen neuen frühling
in die wochen der passionszeit
dem leben
entgegen

Text und  Foto:  Annette Schulze Pastoralreferentin, Kontemplationslehrerin, Frauenseelsorgerin, Annette.Schulze@bistum-aachen.de